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Der Bol D´or , der in diesem Jahr seine 77. Auflage feierte  und nun schon zum wiederholtem mal auf der Piste von Magny – Cours ausgetragen wurde lieferte alles was der Endurance Sport zu bieten hat . Wetterkapriolen die den  Piloten zu schaffen machten , technische Defekte die die Boxenmannschaften zu Höchstleitungen trieb , Unfälle die das Klassement kräftig durcheinander wirbelten und Strategien die es ermöglichten aus fast aussichtloser Position noch aufs Podium zu fahren . Dafür stand insbesondere das Team SERT Suzuki und deren Fahrer

Philippe Vincent . Nachdem der franz. Pilot im Suzuki Werksteam bei einem Routinestopp um 18:26 auf Slickreifen gewechselt hat und es in der Folge zu

leichtem Nieselregen auf der Piste kam bezahlte er diese Taktik zunächst mit einem Sturz 21 Minuten später . Die dadurch ausgelöste Safetycar Phase nutzte Vincent um die stark in Mitleidenschaft gezogene Suzuki mit der Startnummer 1 an die Box zu schieben . Dort benötigten die Techniker 12 Minuten um das Motorrad wieder fahrfertig an ihre Piloten zu übergeben . Durch mehrere nachfolgende Stopps mit kleineren Reparaturen fanden sich die amtierenden Weltmeister dann auf Rang 28 mit 14 Runden Rückstand zur Spitze , starteten dann jedoch eine famose Aufholjagd die am Sonntag Mittag um 15:00 Uhr nach 24 Stunden in einem viel umjubelten 3. Platz endete.

Unbeeindruckt vom Pech der Weltmeister zogen die Teams SRC Kawasaki als Vorjahresgewinner , YART Yamaha aus Österreich sowie das Team von GMT 94 ihre Runden und bauten sich somit eine souveräne Führung auf die auch vom Honda Team TT Legends und deren Piloten Andrews , Dunlop und Mcguiness nicht gefährdet werden konnte die sich nach einem spektakulären Motorenplatzer in den

Morgenstunden aus dem Renngeschehen verabschieden mussten . Nach 18 Stunden schien das Endklassement besiegelt indem die SERT Suzuki hinter den führenden drei Teams den 4. Platz einnahm und diesen mit konstanten

Rundenzeiten festigen konnte . Doch auch im Endurance Sport zählt der Spruch dass das Rennen erst dann vorbei ist wenn die schwarz – weiss karierte Flagge fällt . Diese leidliche Erfahrung musste die Truppe um David Checa , Kenny Foray und Matthiue Lagrive machen als
ihre Yamaha R 1 ab der 19. Stunde dramatisch an

Leistung verlor und somit den Weg auf das Podium für die Suzuki ebnete . Emotionaler Höhepunkt für alle war dann der Zieleinlauf von der Sieger - Kawasaki und deren Piloten LeBlanc – Baz und Guarnoni und der zweitplazierten YART–

Yamaha mit Jerman – Parkes und Morais als deren Piloten nach 24 Stunden und reichlich Action Hand in Hand über die Ziellinie fuhren und sich von Zuschauern und Funktionären feiern liessen .

 

Text : Hartmut Reuschel