Vincent Philippe - SERT

Die Langstrecken-WM der Motorradfahrer  ( EWC )  absolvierte kurz vor Weihnachten ihren 2. WM Lauf. Der kalenderübergreifende Wettbewerb startete im vergangen September mit dem Bol D´or in Frankreich und endet kommenden Juli in Japan mit den 8 Stunden von Suzuka in Japan.

 

Wetterchaos verhindert ordnungsgemäßen Start
Leider erlebten  Teams und Piloten ein Wetterchaos wie schon beim Saisonstart im September. Dort konnte beim 24 Stundenrennen  nur etwas mehr als die Hälfte der Zeit gefahren werden da die Strecke von starkem Regen überflutet wurde.  Das gleiche Bild dann am vergangenen Samstag auf dem Sepang International Circuit – sintflutartige Regefälle machten die Strecke unfahrbar. Es wurde zwar mit einiger Verzögerung versucht hinter dem Safety- Car zu starten , nach 2 Runden wurde aber allen Beteiligten klar dass die Bedingungen zu gefährlich waren und so wurde das Rennen für beinahe 5 Stunden unterbrochen.

Neuaufnahme des Rennens nach langer Pause    
Nach dieser Unterbrechung waren die Bedingungen dann so dass ein reguläres Rennen gefahren werden konnte. Wiederum erfolgte der Start hinter dem Safety-Car um dann nach 2 Runden freigegeben zu werden.  Die Yamaha vom YART-Team  mit Nicola Canepa setzte sich sofort an die Spitze, gefolgt von der Asia-Honda und einer weiterem Yamaha auf der neben dem Holländer van der Mark auch MotoGP–Pilot Franco Morbidelli als Fahrer gemeldet war. Nachdem die YART-Yamaha wegen eines Defektes an der Elektrik schon früh an die Box musste  entwickelte sich zwischen van der Mark und dem F.C.C. Hondapiloten di Meglio ein packender Zweikampf. Rundenlang kämpften beide Fahrer Rad an Rad und setzten sich über 30 Sekunden vom Feld ab. Doch noch vor Ende der ersten Rennstunde mussten die beiden Führenden ihrem Tempo Tribut zollen und stürzten. Während van der Mark im Klassement weit zurückfiel konnte di Meglio die Führung behalten (!), allerdings war die Konkurrenz jetzt in Schlagdistanz. Inzwischen hat sich die YART–Yamaha wieder auf Rang 2 vorgekämpft, das Honda-Asia Team lag mit der CBR 1000 RR auf Rang drei, knapp dahinter die vom Werk eingesetzte BMW mit der Fahrerpaarung Reiterberger/Mykalchyk . In der Schlussphase stürzte di Megio erneut womit alle Siegchancen für die Hondatruppe endeten. Nicola Canepa – der vom Start weg auf der YART-Yamaha saß – übernahm damit die Führung und sorgte ohne Fahrerwechsel für den vielumjubelten Sieg  des österreichischen Teams. Viel Freude gab es auch bei BMW über den zweiten Podestplatz beim zweiten Rennen – auch in Frankreich landete die S1000RR auf Rang 3.  In der Gesamtwertung der Langstrecken–WM führt das Team SERT- Suzuki.  Mit der Führung in der Gesamtwertung geht auch eine große Fahrerkarriere zu Ende:  Suzuki-Pilot  Vincent Philippe, 10-facher Langstreckenweltmeister und 26-facher Sieger in der Langstrecken-WM – beendete mit 41 Jahren seine große Karriere. 

 

Text: Hartmut Reuschel                Bild: moto-foto