Die Endurance WM 2013 war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten . Nach den vier Rennen die zur WM zählen – der Bol D ´or , die 8-Stunden von

Suzuka , die 8 Stunden von Oschersleben , die 24 Stunden von Le Mans – lagen die ersten 4 Teams in der Gesamtwertung gerade einmal 13 Punkte auseinander

Das letztendlich das französische SERT – Team um Teamprincipal Dominique Meilland das Championat zum 13- Mal gewann hing am seidenen Faden und war

auch dem Pech vom YART Team aus Österreich zuzuschreiben . Doch er Reihe nach : Der Saisonopener in Magny Cours - der Bol D ´or - wurde wie schon im

Vorjahr eine Beute von Kawasaki zusammen mit den SRC - Team mit seinen Fahrern Gregory Leblanc , Loris Baz und Jeremy Guarnoni . Souverän und

unangefochten gewannen die Männer in Grün vor der Mannschaft aus dem Alpenland , der YART – Mannschaft von Mandy Kainz und deren Yamaha YZF –

R1 mit Igor Jerman , Broc Parkes und Sheridan Morais . Die Mannschaft von Multiweltmeister Suzuki büsste früh durch eine Sturz von Vincent Philippe die Chance auf den Gesamtsieg ein und musste sich das Team von Yamaha GMT – 94 mit grossem Einsatz vom Hals halten um den dritten Platz auf dem Podest

einfahren zu können .

Team SRC Kawaski gewinnt auch 2013 den Bol d´or

Beim zweiten Lauf der zur Endurance- WM in Japan, den 8 Stunden von Suzuka , feierten die Fans das Comeback der 500 ccm Legende Kevin Schwantz der zusammen mit Yukio Kagayama und Noriyuki Haga als Seniorenteam eine SUZUKI GSXR 1000 an den Start brachten und sich lediglich Ihren Markenkollegen Tsuda , Brookes und Aoki auf einer Yoshimura Suzuka und dem Siegerteam Takahashi , Haslam und van der Mark vom Team Musashi RT Harc-Pro geschlagen geben mussten . Bemerkenswert dabei die Vorstellung des erst 20 –jährigen Niederländers Michael van Mark der im Stil eines erfahrenen Routiniers bei dem Prestigerennen in Japan seine Runden absolvierte und bei teilweise schwierigen Bedingungen sicher die Honda CBR 1000 RR auf Platz 1 pilotierte . Wie schon in den Jahren zuvor hatten die Team aus Europa gegen die hochkarätigen japanischen Mannschaften einen schweren Stand der sich mit Rang 4 für SERT , Platz fünf für GMT 94 und Platz 6 für das YART – Team deutlich wiederspiegelte .

Starke Konkurrenz in Suzuka - Bange Blicke von D. Meilland - SERT - und CH. Guyot - GMT 94

In Oschersleben war dann die alte Hackordnung ( fast ) wieder hergestellt , mit einem Sieg vom Team SERT Suzuki , dem zweiten Platz von BMW France mit

dem Piloten Gimbert , Nigon und Cudlin sowie dem österreichischen YART Team auf Rang drei . Starker vierter wurde das Bolliger Teams aus der Schweiz , ein

Urgestein der Endurance WM die seit Gründung der Serie vor 25 Jahren permanent teilnehmen .

Starker 4. Platz vom Team Bolliger Switzerland in Oschersleben

Zu einem echten Showdown kann es dann in Le Mans bei den 24 Stunden , deren hochdramatischer Rennverlauf in die Geschichtsbücher Einzug hielt . Wiederum war es Pechvogel Vincent Philippe der , wie schon beim Bol D´or , in der Anfangsphase des Rennens einen kapitalen Sturz baute und die Suzuki nachhaltig beschädigte . Nach über einer Stunde Reparaturzeit stürzten sich die Piloten von Dominique Meilland wieder ins Geschehen , zunächst aussichtslos zurück und vom WM Sieg weit entfernt . Doch der Ausfall der YART – Mannschaft brachte wieder Hoffnung in die Box mit der Startnummer 1 zurück und nachdem das Team GMT 94 nur den letzten Platz auf dem Podium schaffte reichte für Philippe , da Costa und Cudlin doch noch zum WM - Gewinn obwohl in Le Mans nur der 26.Platz erreicht werden konnte. Sieger – wie schon in Magny- Cours –

das SRC Kawasaki Team das damit beide 24 Stunden Rennen der Saison für sich entscheiden konnten und mit den daraus resultierenden 80 Punkten WM Dritter

wurde , nur 13 Punkte hinter SERT und 8 Punkte hinter GMT94 . 

Alte und neue Weltmeister - SERT Suzuki mit Philippe - da Costa - Cudlin

 

Text : Hartmut Reuschel           Bilder: www.moto-foto.de