Jack Miller gewinnt den Japan Grand Prix in Motegi

Ducati Siege in den Motorrad Weltmeisterschaften MotoGP und Superbike in Motegi / Japan und Barcelona/Spanien

 

Die schnellen Männer auf 2 Rädern hatten an diesem Wochenende viel zu tun. Im fernen Asien stand in Motegi /Japan nach 3 Jahren Corona-Abstinenz wieder der Motorrad Grand Prix an, in Europa trafen sich die Superbiker am Circuit of Catalunya in Barcelona um das 8. Renn- Wochenende der Superbike-WM über die Bühne zubringen. Die Veranstaltungen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Während die Grand-Prix Piloten mit unwetterartigen Regenfällen und extrem schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen hatten schien bei den Superbikern in Spanien in allen 3 Rennen die Sonne und die Piloten fanden optimale Bedingungen vor. Doch so unterschiedlich die Voraussetzungen für Fahrer und Teams auch waren, in einem waren die Events gleich – sowohl in Japan als auch in Spanien wurden in den Box von Ducati insgesamt 4 Rennsiege gefeiert während die Konkurrenz ziemlich ratlos und angeschlagen wirkte.

SBK : Alvaro Bautista holt sich den Sieg im Rennen 1

Nachdem die Ducati Speerspitze und WM-Leader Alvaro Bautista beim letzten Rennen in Magny Cours in Rennen 2 einen Nuller zu verkraften stand die Zeichen beim 37-jährigen Spanier auf Angriff. Sein in Frankreich geschmolzener Vorsprung in der WM-Wertung sollte in Barcelona wieder anwachsen. Und so war es nicht verwunderlich dass sich Bautista schon in der ersten Kurve die Führung von Polesetter Iker Lecuona holte und durch konstant schnelle Rundenzeiten sehr schnell einen Vorsprung auf die Konkurrenz herausfahren konnte. Seine Dauerrivalen in der WM, Titelverteidiger Toprak Razgatlioglu und Exweltmeister Jonathan Rea hatten beide in Barcelona ihre Probleme mit der Strecke bzw. dem Reifenverschleiss auf den 4,657 KM des Circuit of Catalunya und konnten nicht wie gewohnt gegenhalten. So fuhr Bautista ein einsames Rennen an der Spitze de Feldes und überquerte nach 20 Runden die Ziellinie vor dem Zweiten J. Rea mit satten 8,6 Sekunden Vorsprung. Garrett Gerloff wurde überraschend Dritter während T.Razgatlioglu nur auf Platz 5 einlief.

MotoGP: Jack Miller holt sich 1. Sieg nach über einem Jahr

Während sich die Piloten der SBK in Europa am Sonntagmorgen zum Warm-Up fertigmachten standen im fernen Japan 24 Piloten am Grid und warteten auf die grüne Startampel am Motegi Mobitilty Resort. Der 25. Pilot, A. Espargaro fuhr derweil in die Boxengasse, schmiss seine RS-GP den Mechanikern vor die Füsse und jagte mit dem Ersatzbike Richtung Ausfahrt Boxengasse. Ein Elektronikdefekt in der Einführungsrunde hat dem WM-Dritten alle Chancen auf eine gute Platzierung damit schon genommen. In der Reihenfolge Martin, Miller und Binder jagten die ersten Drei nach einer Runde an Start und Ziel vorbei während Polemann M. Marquez Platz 5 einnahm. In Runde drei konnte Ducati Werkspilot Jack Miller die Führung übernehmen, Marken-Kollege Jorge Martin reihte sich auf Platz 2 ein, dahinter kämpften die beiden KTM´s von Binder und Oliveira um Rang 3. Die WM Aspiranten Quartararo, Bagnaia und Bastianini kämpften auch diesmal Rad an Rad gegeneinander um jeden Meter, auf Grund ihrer schlechten Startplätze allerdings nicht an der Spitze des Feldes sondern auf den Plätzen 8, 9 und 10 (!). Während Miller an der Spitze unbeirrt seine Runden drehte und sich langsam ein kleines Polster auf Martin herausfahren konnte wurde es um Platz 2 spannend. KTM Pilot Brad Binder rückte immer näher auf Jorge Martin auf in der letzten Runde konnte er seine orangefarbene RC16 vor die DucatiGP22 setzten. Doch weiter hinten im Feld tat sich (vor)entscheidendes in Sachen WM. Wenige Kurven vor Schluss versuchte Franceso Bagnaia den mit 10 Punkten ohnehin geringen Punktevorsprung von Fabio Quartararo in der WM-Wertung weiter zu verkürzen und startete ein Überholmanöver gegen den Weltmeister, stürzte dabei aber über sein Vorderrad und musste tief enttäuscht einen Nuller hinnehmen während Quartararo mit Platz 8 seine WM Führung wieder auf 18 Punkte ausbauen konnte. Nach 5 Siegen von Bagnaia in Folge also auch in Japan ein Sieg einer Ducati, auf der saß aber diesmal Bagnaia´s Teamkollege Jack Miller!

Bautista holt sich Siege im Superpole Race und Rennen 2

Für die Superbike- WM ungewöhnlich verliefen sowohl das Superpole Race als auch Rennen 2. Dies lag zum einen natürlich an Alvaro Bautista der seinen überlegenen Sieg in Rennen 1 am Sonntag zweimal wiederholen konnte und sowohl in den 10 Runden vom Superpole Race als auch den 20 Runden von Rennen 2 keine Schwäche zeigte und gewann. Noch deutlicher wird die Dominanz von der Ducati mit der Startnummer 19 in den Rundentabellen der 3 rennen dargestellt. In allen 50 Runden zusammen die in den drei Rennen gefahren wurden hiess der Spitzenreiter Alvaro Bautista! Dass der Ducati Werkspilot seinen Vorsrung n der WM-Wertung auf jetzt 59 Punkte ausbauen konnte lag aber auch an seinen direkten Widersachern, Weltmeister Razgatlioglu und J. Rea die in Barcelona grosse Problem hatten. Nach Rang 5 in Rennen 1 wurde es für den türkischen Titelverteidiger im Superpole race nur unweswentlich besser – Platz 4 hinter Bautista, Rea und dessen Teamkollege Lowes. Auch in Rennen 2 konnte sich der Yamahapilot wieder etwas steigern, doch mwehr als Platz 3 hinter dem Ducati-Duo Bautista und Rinaldi war für Razgatlioglu nicht machbar. Und Multweltmeister Jonathan Rea hatte mit den Plätzen 2, 2, und 4 ebenfalls weiter Boden auf Bautista verloren und jetzt bereits 64 Punkte Rückstand ind der WM Wertung.

Philipp Öttl zeigt starke Leistung in Barcelona

Sein stärkstes Wochenende in der Superbike-WM zeigte Go Eleven Philipp Öttl. Der Superbike Neuling musste zwar am Samstag in Rennen 1 ausscheiden, doch mit zwei starken Autritten im Superpole Race mit Platz 6 und Rennen 2 mit Platz 7 zeigte Öttl dass er mittlerweile ein echter Top-Ten Fahrer in der Superbike- WM geworden ist. Wenig erfreuliches dagegen von BMW. Das Werksteam aus München brachte Eugene Laverty in Rennen 1 als besten BMW-Fahrer auf Rang 10, im Superpole Race gelang Scott Redding Platz 8 während die beste BMW in Rennen 2 mit Loris Baz lediglich auf Platz 9 landete.                                                                                                                      HaRe

 

Philipp Öttl holt 2 Top Ten Platzierungen in Barcelona
Grosser Streit zwischen Rea und Bautista in Magny-Cours _____Bilder: moto-foto

7. Runde der Superbike Weltmeisterschaft in Magny Cours / Frankreich

 

Turbulentes 1. Rennen in Magny-Cours

Wenn nach 21 Runden der 6- fache Weltmeister Jonathan Rea mit 1 Runde Rückstand auf dem letzten Platz in Rennen 1 gewertet wird und Titelverteidiger Toprak Razgatlioglu auf Platz 11 im Classement auftaucht weiss man dass es in diesem Renen sehr turbulent und aussergewöhnlich zugegangen sein muss. Und so war es auch tatsächlich. Nach dem Startschossen die drei Trainigsschnellsten, Rea, Razgatlioglu und Redding, sofort auf die erste Kurve zu, der viertschnellste im Training, alvaro Bautista, folgte den ersten drei mit einigen Metern Abstand. Dann setzte sich die BMW M1000RR mit Scott Redding an die Spitze, Razgatlioglu, Rea und Bautista folgten dicht auf. Die Rennentscheidung fiel dann praktisch schon in Runde 3. Während der türkische Weltmeister seine Yamaha R1 inzwischen auf Platz 1 gesetzt hatte legte Rea seine Kawasaki in Kurve 17 ins Kiesbett, fiel bis auf den letzten Platz zurück und nahm das Rennen dann wieder auf. Noch bevor die Meute wieder an Start und Ziel vorbeidonnerte und damit ohne zu wissen dass Rea bereits hoffnungslos zurückgefallen ist pflügte auch Razgatlioglu in Kurve 13 durch den Kies, kam kurz ins Straucheln bevor es seine Fahrt an vorletzter Stelle liegend wieder aufnehmen konnte. Redding, Bautista und Baz lautete danach die Reihenfolge der ersten Drei. Während Jonathan Rea nach einem kurzen Boxenaufenthalt mit zwei Runden Rückstand wieder ins Rennen zurückkehrte brannte Weltmeister Razgatlioglu ein Feuerwerk ab. Von Platz 23 in Runde 3 bis zum Zieleinlauf nach 21 Runden kämpfte sich der Türke noch bis auf Rang 11 vor und zeigte dabei herzerfrischende Überholmanöver.

Razgatlioglu holt sich den Sieg im Superpole- Race

Weltmeister Razgatlioglu war nach seinem Fehler in Rennen 1 am Sonntag komplett auf Sieg gepolt. Und das zeigte er sehr deutlich im Verlauf des Superpole-Rennens am Sonntagvormittag. Zusammen mit den beiden anderen Hauptdarstellern der diesjährigen Superbike–WM , Jonathan Rea und Alvaro Bautista, setzte er sich vom restlichen Feld ab und lag zunächst hinter der Ducati und der Kawasaki auf Rang 3. Nach einem leichten Fahrfehler von J.Rea übernahm der Türke in Runde 4 dann den zweiten Platz um schließlich in Runde 5 die Führung zu übernehmen. Drei Runden lang waren die führenden drei Piloten nur wenige Meter voneinander getrennt, dann setzte Razgatlioglu in Runde 9 zum Schlusspurt an und distanzierte bis ins Ziel den zweiten, A. Bautista und den dritten, J. Rea, um über 1 Sekunde.

Jonathan Rea sorgt für großen Frust in Rennen 2

Der Verlauf der diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft ist für Fans und Fahrer mehr als erfreulich. An der Spitze sorgen Rea, Bautista und Razgatlioglu nahezu in jedem Rennen für Spektakel, andere Piloten wie Alex Bassani oder Peter Öttl fahren sich hin und wieder ins Rampenlicht und auch die BMW- Piloten zeigen eine ansteigende Formkurve. Doch sehr schnell kann das Ganze auch ins Gegenteil abrutschen. Dies geschah leider in Rennen 2 in Magny-Cours.

Wieder einmal waren die Hauptdarsteller Toprak Razgatlioglu, Alvaro Bautista und Jonathan Rea.

Zu dritt versuchten sie sich gleich nach dem Start vom Feld abzusetzen. In Runde 2 stachen die drei auf Kurve 17 zu und dort geschah dann - nach Aussagen von Alvaro Bautista - der absichtliche Abschuss des Spaniers durch Kawasaki -Pilot Rea. Tatsächlich gab Rea der Ducati, die von aussen vorbeifahren wollte, keinen Millimeter Spielraum, beiden Fahrer berührten sich und Rea machte eine reflexartige Bewegung mit dem linken Ellenbogen Richtung Bautista. Die Ducati mit der Startnummer 19 rutschte daraufhin mitsamt ihres Piloten ins Kiesbett und Bautista musste aufgeben. Ungläubig schüttelte der Spanier den Kopf und stapfte dann Richtung Boxen wo er seinem Frust freien Lauf liess und Rea klare Absicht unterstellte. Die Rennleitung wertete den Vorfall offensichtlich anders. Für Rea gab es (nur) einen Long-Lap-Panelty wodurch der 6. fache Champion noch Platz 5 ins Ziel retten konnte. Souveräner Sieger wurde Toprak Razgatlioglu vor den beiden Ducatisti R. Rinaldi und A.Bassani. Peter Öttel holte sich Rang 11 nachdem er in Rennen 1 noch auf den 8. Platz fahren konnte. Nach Rennende legten die Verantwortlichen von Ducati beim Berufungsgericht des Motorrad-Weltverbandes in Genf Protest gegen die ihrer Meinung nach zu geringe Bestrafung gegen Jonathan Rea ein!                                                                                                       HaRe

 

Text: Hartmut Reuschel                       Bilder: moto-foto

6. Runde der Superbike Weltmeisterschaft in Most/Tschechische Republik

 

Nach dem 3-fach Erfolg vom amtierenden Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu in Donington lag seinen Kontrahenten viel daran in Tschechien die Uhren wieder auf Null zu stellen. Alvaro Bautista und Jonathan Rea, die zusammen mit Razgatlioglu die WM in diesem Jahr dominieren rückten in England auf insgesamt 43 Punkte zusammen. Bautista führt mit 17 Punkten vor Rea der wiederum 26 Punkte vor Razgatlioglu liegt. Nach Saisonsiegen steht es vor Most 6 ( Bautista ) zu 5 ( Rea ) zu 4 ( Razgatlioglu ). Da es bis zu maximal 60 Punkte für ein Rennwochenende gibt ist in der WM auch nach den 3 Rennen in Most noch lange nichts entschieden.
Johnny Rea holt sich die Poleposition
Exweltmeister Johnny Rea setzte im Qualifying ein erstes Zeichen. Nicht Toprak Razgatlioglu, der die Trainingsessions dominierte holte sich Startplatz 1 sondern der 6-fache Champion Johnny Rea – und das mit der ersten in Most gefahrenen Rundenzeit für Motorräder unter 1:31 Minuten. Großer Rückstand für Razgatlioglu mit 0,330 Sekunden auf Startplatz 3, dritter Mann in der ersten Startreihe wurde Michael Ruben Rinaldi der damit Ducati - Teamleader Bautista in die 2. Startreihe verweisen konnte.

Bautista gewinnt – Redding fährt auf das Podest
Der 4. Startplatz war für den WM-Führenden Alvaro Bautista wohl Grund genug in Rennen 1 zu glänzen. Nachdem Razgatlioglu sofort nach dem Start die Führung übernahm reihten sich die großen Drei – Rea , Razgatlioglu, Bautista in dieser Reihenfolge an der Spitze ein, dahinter folgten Redding und Bassani. Nach 5 Runden ging Jonathan Rea an die Spitze, alle 3 Führenden lagen nur wenige Meter auseinander. Ab Runde 9 wurden von den Streckenposten die weissen Fahnen mit roten Streifen geschwenkt, das Zeichen an die Piloten dass (leichter) Regen aufzog. Während das Führungstrio die Pace etwas herausnahm konnte BMW-Mann Scott Redding aufschliessen und 6 Runden vor Schluss sogar Platz 2 übernehmen. Die Ducati von Bautista ging mit einem leichten Vorsprung in die letzte Runde während dahinter der Kampf um das Podest voll entbrannte. Dass es dann ausgerechnet Pole-Mann Rea erwischte der mit Platz 4 das Podest knapp verpasste war die Überraschung schlechthin. Bautista festigte mit dem 1000. Podestplatz für Ducati in der Superbike –WM seine Führung im Gesamtklassement, Razgatlioglu konnte mit Rang 2 zumindest auf Rea Punkte gut machen während Redding mit der seit Donington überarbeiteten BMW mit Platz 3 weiterhin grosse Fortschritte macht mit.

Zwei Siege für Weltmeister Razgatlioglu am Sonntag

Bevor Toprak Razgatlioglu den Siegerpokal für das Sprintrennen entgegennehmen konnte hatte er einen haarsträubenden Moment zu überstehen. In der letzten Runde bremste er in Führung liegend Kurve 13 an und spreizte dabei wie üblich das rechte Bein weit vom Motorrad ab, Rea kam mit grossem Geschwindigkeitsüberschuss aus dem Windschatten, touchierte das Bein des Yamahafahrers und musste dann, um einen Sturz zu vermeiden, die Bremse lösen und seine Kawasaki ZK-10RR gekonnt durch das Kiesbett manövrieren. Die Positionen auf den ersten drei Positionen war damit mit Razgatlioglu – Rea – Bautista (wieder einmal ) klar, trotzdem stand der Schrecken den Beiden bei der Siegerehrung noch ins Gesicht geschrieben. Nach einem kurzen Gespräch zwischen dem 6-fachen Champ und seinem Nachfolger war aber alles in Ordnung.

Das zweite Hauptrennen am Sonntagmittag war dann wieder ein Sahnestück von der in diesem Jahr reichlich garnierten Superbike Torte. Was Razgatlioglu, Bautista und Rea ganz vorne abziehen ist Rennsport aus dem obersten Regal, aber auch die Reddings, Bassanis und Co lassen die Herzen der Fans höher schlagen und machen die SBK zu einem echten Premiumprodukt. Von den großen Drei durfte jeder einmal das Feld anführen, doch nach vielen Ausbrems- und Überholmanövern war es nach 22 Runden der amtierende Weltmeister Toprak Razgatlioglu der seine Yamaha YTF R1 als erster über den Zielstrich jagte - 0,756 Sekunden dahinter die Ducati Panigale V4R von Alvaro Bautista und 2,833 Sekunden vor der Kawasaki TX-10RR von Multiweltmeister Johnny Rea. Scott Redding benötigte für die 22 Runden 9,693 Sekunden mehr als der Sieger, dies reichte für den Briten und das BMW Werksteam zu einem feinen 4. Platz. Freuen durfte sich auch der deutsche Permanentstarter Philipp Öttl über Platz 8, seine bislang zweitbeste Platzierung in der Superbike – WM.

3-facher Triumph für Toprak Razgatliogli/Yamaha in Donington________Bild:moto-foto

Donington Park begrüsste die Superbike Piloten zum 5. Rennwochenende der Saison

 

58 Rennen um die Superbike Weltmeisterschaft fanden bislang auf der 4023 Meter langen Piste von Donington Park statt – am letzten Wochenende kamen drei weitere hinzu. Wer auf der Traditionsrennstrecke letztendlich auf dem Podium stehen würde konnte nur vermutet werden. Natürlich fielen zu allererst die Namen Bautista, Rea und Razgatlioglu, die großen Drei der diesjährigen SBK–WM. Doch Donington ist bekannt dafür dass es viele Fahrer auf das Podest schaffen die vorher nicht unbedingt zum Favoritenkreis gezählt hatten. In den bisherigen 58 Läufen gabe es 51 verschiedene Piloten auf dem Stockerl – ein einsamer Rekord in der SBK!

Razgatlioglu dominiert Rennen 1

Als sich am Samstagmittag das stattliche Starterfeld von 26 Piloten mit den Gaststartern Peter Hickmann, Leon Haslam und Tom Mackenzie auf den Weg machten wurde sehr schnell klar wer diesem Rennen seinen Stempel aufdrücken wird – Weltmeister Toprak Razgatlioglu schoss vom Start weg sofort in Führung. Polesetter Johnny Rea klemmte sich an das Hinterrad der Yamaha YZF R1, Alex Lowes/Kawasaki, Scott Redding/BMW und der WM-Leader Alvaro Bautista folgten im Windschatten. Razgatlioglu machte sehr schnell ein Lücke zu seinen Verfolgern auf während sich dahinter Bautista und Rea sowie der erstaunlich starke Redding mit der BMW sortierten. Die neue Schwinge von Kalex machte es offensichtlich möglich die BMW endlich so abzustimmen dass die Pirelli Reifen von Anfang an vernünftig arbeiten. Mit blossem Auge war zu erkennen dass sich Scott Redding pudelwohl auf seiner M1000RR fühlte. Aufregung gab es dann in Runde 14 als die Werks-Ducati von A.Bautista in der Haarnadel vor der Start und Zielgeraden auf einer Bodenwelle die Haftung verlor und ihren Piloten unsanft abwarf. Sofort wurden Erinnerungen wach an 2019 als der Spanier souverän die WM anführte und dann mit einer Sturzserie den Titel doch noch verspielte! Von all dem bekam Weltmeister Razgatlioglu wenig bis gar nichts mit. Mit über 7 Sekunden Vorsprung bog er in die letzte Runde ein und brachte dieses Polster locker über die letzten 4,023 KM als Sieger ins Ziel. Hinter ihm reihten sich die beiden Werks – Kawasakis von Rea und Lowes ein, ein guter vierter Platz gind an Scott Redding / BMW.

Triple für Razgatlioglu und Podest für BMW

Bevor am Sonntagmittag eines der besten Superbikerennen der letzten Jahre über die Bühne ging gab es am Vormittag im Superpole Race über 10 Runden den ersten Podestplatz für das BMW Werksteam 2022. Scott Redding zeigte wie schon am Vortag in Rennen 1 eine gute Vorstellung und musste sich lediglich Weltmeister T.Razgatlioglu (1.) und dessen Vorgänger J.Rea (2.) geschlagen geben. Dabei konnte der Engländer WM-Leader Bautista auf Rang 4 verweisen. Im zweiten Hauptrennen kam dann zu einem Kampf wie es die Superbike Welt nicht alle Tage sieht. Razgatlioglu,Rea und Bautista lieferten sich einen Dreikampf um den Sieg der die Herzen der Racefans rund um die Strecke höher schlagen liess. Obwohl es erst in Runde 18 zum ersten Überholmanöver unter diesen drei kam indem Bautista an Rea vorbeiging und sich auf Platz 2 setzen konnte waren die Drei so eng beieinander dass es in beinahe jeder Kurve eng zuging und jederzeit eine Attacke des anderen zu erwarten war. Während Bautista zeigte dass sein Ausrutscher in Rennen 1 weder sein Fahrkönnen noch sein Selbstvertrauen zerstörte bewies Toprak Razgatlioglu dass er offensichtlich keine Nerven hat. Rea war mit seiner grünen Kawasaki unzählige Male neben der blauen Yamaha des Weltmeisters, doch als die Drei dann in die nächste Kurve eingogben hatte die Yamaha jedesmal ihre Verkleidungsnase vorn. So kam es nach spannenden 23 Runden zu einem 1,1 Sekunden Vorsprung von Sieger Toprak Razgatlioglu auf den Zweiten, Alvaro Bautista der sich seinerseits in den Schlussrunden um 1,5 Sekunden von Johnny Rea absetzen konnte. Hinter Rinaldi/Ducati holte sich Scott Redding einer weiteren feinen 5. Platz und zeigte dass die Verbesserungen an der BMW gegriffen haben zumal Loris Baz vom deutschen Bonovo Action Team diese These mit Platz 9 untermauern konnte. Der deutsche Permanentstarter Philipp Öttl/Team Goeleven zeigte in Donington mit den Plätzen 11/11/12 dass er in der WM mithalten kann, nach vorne aber noch zulegen muss um Top Ten Ergebnisse einfahren zu können.                                                                          HaRe

 

Text: Hartmut Reuschel                                   Bild: moto-foto

Die Superbike - WM gastiert in Misano an der Adriaküste

 

Traumhaftes Sommerwetter und eine Superbike Saison die vom Trio Infernale- Razgatlioglu, Rea und Bautista – dominiert wird, das waren die Rahmenbedingungen die am World Circuit Misano Marco Simoncelli die 4. Runde der diesjährigen Saison prägten. Mit dabei mit frisch operiertem Schlüsselbein Philipp Öttl genauso wie Garritt Gerloff, beide waren Sturzopfer der Runde 3 in Estoril am vorletzten Maiwochenende.

Bautista gewinnt vor heimischem Publikum für Ducati

Das erste SBK-Rennen in Misano am Samstag Mittag war die beste Werbung die die Superbike-WM abgeben konnte. Mit Alvaro Bautista/Ducati, Torpak Razgatlioglu/Yamaha und Jonathan Rea/Kawasaki bestimmten die 3 Dominatoren der diesjährigen WM das Rennen von Beginn an. Weltmeister Razgatlioglu führte das Feld an, Rea und Bautista folgten ihm dicht auf den Fersen, das restliche Feld hielt schon ein wenig Respektabstand bis auf die beiden Ductaisti Rinaldi und Bassani die das Tempo an der Spitze noch halbwegs mitgehen konnten. So umkreiste die Spitze den 4,226 KM langen Misano Circuit Runde um Runde teilweise im Zentimeterabstand ohne dass sich ein Pilot entscheident absetzen konnte. Eine erste Vorentscheidung fiel dann in Runde 14 als sich an der Yamaha von Razgatlioglu eine Steckerverbindung zur Batterie löste und der türkische Weltmeister tief entschäuscht seine Yamaha R1 stromlos ausrollen lassen musste. Sofort zog Alvaro Bautista das Tempo an und konnte zwischen sich und Verfolger Rea einen Abstand von 5 Sekunden herausfahren den der Ducatipilot sicher ins Ziel brachte und den vielumjubelten Saisonsieg Nummer 5 in den Fanzone feiern konnte. Zweiter wurde Multiweltmeister Rea vor Michael Ruben Rinaldi der damit die zweite Werksducati auf das Podium bringen konnte.

Toprak Razgatlioglu holt sich den ertsen Saisonsieg

In der Superbike-WM liegen Frust und Freude sehr eng beieinander. War der Weltmeister am Samstag noch tief enttäuscht als ihn seine Yamaha im Stich liess war die Freude umso größer als die R1 im Superpole - Race als erste die Ziellinie überquerte und den Rest des Trio Infernale, Bautista´s Ducati und die Kawasaki von Rea auf die Plätze verweisen konnte. Einen sehr starken Auftritt hatte das Honda-Duo Vierge / Lecuona mit den Plätzen 4 und 5 während es die beste BMW mit Scott Redding lediglich auf Rang 10 schaffte.

Bautista schafft das Double

Rennen 2 am Sonntag Mittag sollte nach dem Sieg im Superpole Race für das Yamaha Werksteam der große Befreiungsschlag werden. Tatsächlich setzte sich ihr Nummer 1 Fahrer Razgatlioglu sofort nach dem Start an die Spitze des Feldes, konnte aber auf seine Verfolger keinen entscheidenten Vorsprung herausfahren. In Runde 7 übernahm dann Bautista mit seiner VR4 die Führung und setzte sich sofort etwas ab, Razgatlioglu konnte nicht mehr folgen. Doch auch auf seine Verfolger hatte der Türke mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Sekunden so dass dieser Lauf für Superbike Verhältnisse eher unspektakulär verlief. Ab Runde 13 waren die ersten 10 Positionen bezogen, bis zum Zieleinlauf gabe es nur noch 2 Platzwechsel. Hinter dem Sieger–Trio Bautista (1.), Razgatlioglu (2.) und Rinaldi (3.) schaffte es noch Andrea Locatelli von 8 auf 6 vorzufahren während Alex Lowes auf den 8. Rang zurückfiel. Philipp Öttl trotzte allen Schmerzen und holte sich für Rang 11 weitere WM-Punkte ab!                                   HaRe

 

Text:Hartmut Reuschel                                Bild: moto-foto

Alvaro Bautista gewinnt Rennen 1 und führt in der WM______________Bild:moto-foto

3. SBK-Rennwochenende in Estoril/ Portugal

 

Ein Trio beherrscht die Weltmeisterschaft

Nach dem Crash zwischen J.Rea und T.Razgatlioglu trafen die beiden Kontrahenten in Estoril im Rahmen der Superbile-WM erstmals wieder aufeinander. Doch bevor die beiden Weltmeister der letzten beiden Jahre zusammen mit Alvaro Bautista wieder einmal ein Rennwochende in der SBK beherrschten gab es jede Menge Aufregung in den Trainingssessions. Mit Philipp Öttl, Michael van der Mark und Garritt Gerloff stürzten 3 Piloten am Freitag bzw. Samstag so schwer dass sie alle nicht an den Start gehen konnten. Während Gerloff mit einer Knieverletzung zunächst nur die Rennen in Estoril auslassen und in Misano wieder starten möchte ist die Lage bei den beiden anderen Piloten unklar. Während bei Öttl mit dem Bruch des Schlüsselbeins ein Start in Misano nicht ganz ausgeschlossen ist besteht beim BMW Werkspilot M. van der Mark die Möglichkeit dass er die komplette Saison mit Oberschenkelhalsbruch abschreiben muss!

Bautista staubt Sieg in Rennen 1 ab.

Das Rennen am Samstag Nachmittag war 15 Runden lang eine Angelegenheit zwischen Rea und Razgatlioglu die sich Rad an Rad um den 4,182 KM langen Circuito Estoril prügelten. Ausbrems -

Manöver, Berührungen und enge Windschattenduelle bei weit über 300 Km/H zeigten die beiden Ausnahmekönner die mit über 2 Sekunden Vorsprung vor Alvaro Bautista den Sieg unter sich ausmachen wollten. Doch in Runde 16 zeigte Jonathan Rea einen seiner seltenen Fehler mit einem Verbremser, Bautista schlüpfte durch machte sorfort Druck auf die führende Yamaha von Razgatlioglu. Während Rea nichts mehr zusetzen konnte und Rang 3 nach Hause fuhr holte sich Bautista in der letzten Runde in einem Herzschlagfinale 200 Meter vor dem Ziel die Führung und schoß als erster über die Ziellinie, gefolgt von dem enttäuschten Weltmeister Razgatlioglu.

Razgatlioglu schmeisst Sieg im Sprintrennen weg

Mit einem sehr harten Ausbremsmanöver am Ende der noch leicht feuchten Start und Ziel- Geraden übernahm Toprak Razgatlioglu die Führung vor Rea in Runde 6, damit schien das Super- Pole Race über 10 Runden eigentlich gelaufen. Bautista auf Rang 3 lag schon 3 Sekunden zurück und Rea seinerseits verlor den Anschluß zu der blauen Yamaha R1 mit der Startnummer 1. Doch 4 Kurven vor dem Ziel war es diesmal der türkische Weltmeister der sich einen seiner seltenen Fehler erlaubte – er konnte zwar einen drohenden Sturz an der langsamsten Stelle der Strecke mit den Knie noch abfangen und weiterfahren, an der Spitze lag aber jetzt die Kawasaski von Jonathan Rea der dieses Sprintrennen für sich entscheiden konnte. Wenig erfeut zeigte sich Rea im Ziel über das Überholmanöver dass er auf Grund der noch feuchten Streckenverhältnisse als nicht angmessen empfand.

Rea gewinnt Rennen 2 in weltmeisterlicher Manier

Eine herausragende fahrerische Glanzleistung bescherte dem enttrohnten Weltmeister Jonathan Rea Saisonsieg Nummer 3 in einem Hauptrennen. Nachdem er die Führung an Ducatipilot Alvaro Bautista in Runde 13 abgeben musste versuchte er inständig am Spanier wieder vorbeizuziehen was dem Kawasakipiloten nicht gelingen sollte. Sobald die Führenden auf die 1 Km lange Start und Zielgerade einbogen setzte Bautista seine Ducatipower ein und machte eine kleine Lücke zu seinen Verfolgern auf. In der letzten der 21 Runden kam dann aber die große Rea - Show. Eingangs Kurve 8 setzte er sich neben die Ducati um dann Ausgangs Kurve 9 die Führung zu übernehmen. In den 2 darauf folgenden Kurven ging Rea über das Limit, stellte seine ZX-10RR teilweise Quer in die Kurve und brachte so einen Mininmalvorsprung auf die Zielgerade den Bautista im Schlusspurt nicht mehr kontern konnte. Mit 0,194 Sekunden Vorsprung nahm Rea die karierte Flagge vor Bautista und Razgatlioglu. In der WM führt weiter Bautista 17 Punkte vor Rea, Titelverteidiger Razgatlioglu liegt bereits 52 Punkte zurück auf Rang 3.

 

 

Text: Hartmut Reuschel              Bild: moto-foto

Alvaro Bautista - Rückkehr auf die Siegerstrasse mit Ducati ___________ Bild:Ducati

Rennwochenende 1 in Aragon

 

Mit der Pirelli Round one in Aragon haben auch die Superbiker Ihre Weltmeisterschaft 2022 begonnen. Titelverteidiger Toprak Razgatlioglu wurde dabei im Vorfeld ebenso zu den möglichen WM - Kandidaten gezählt wie sein Vorgänger, der 6-fache SBK-Champion Jonathan Rea und Ducati Rückkehrer Alvaro Bautista. Nach zwei Jahren bei Honda ohne Sieg und Chancen auf den Titel gilt Bautista als der Herausforderer Nummer 1 . Unvergessen ist nach wie vor seine Premierensaison 2020 als er von der MotoGP in die SBK einstieg und als Ducati Werksfahrer die WM aufmischte. Die ersten 11 Rennen der WM konnte der Spanier damals gewinnen , dann schlichen sich Fehler und Unkonzentriertheiten ein, am Ende stand aber immerhin der Vizetitel für den inzwischen 37- jährigen Spanier.

Starker Saisonstart von Jonathan Rea

Der Saisonstart auf der Strecke im Motorland Aragon verlief für Bautista erfolgreich. Bereits in Rennen 1 am Samstag Nachmittag zeigte der Ducati Werkspilot dass er sich auf der V4R Panigale wesentlich wohler fühlt als auf der HRC Honda 1000 RR mit der er 2 Jahre lang nicht gut zu recht kam. Während an der Spitze Razgatlioglu und Rea um die Führung kämpften liess es Bautista zunächst etwas ruhiger angehen, belegte bis Runde 8 lediglich Position 5 ehe er dann in den Angriffsmodus umschaltete und in Runde 16 den zweiten Platz hinter der grünen Kawasaki ZX-10RR von Jonathan Rea einnahm den er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Während Rea sich Saison- Sieg Nummer 1 abholte sicherte sich Weltmeister Razgatlioglu Rang 3 vor seinem Teamkollegen Andrea Locatelli und Iker Lecuona auf Honda CBR 1000 RR-R.

Alvaro Bautista gewinnt das Superpole Race und Lauf 2

Sowohl das Superpole Rennen über 10 Runden als auch Lauf 2 über die volle Renndistanz von 25 Runden sah einen Dreikampf zwischen Weltmeister Razgatliouglu, Jonathan Rea und Alvaro Bautista. Dabei war der spanische Ducatipilot in Aragon eindeutig der Stärkste der drei, im Sprint wie auch im Rennen 2 setzte sich Bautista bereits in der Anfangsphase an die Spitze des Feldes und konnte von dieser Position aus beide Rennen domineren und sich die Siegerpokale abholen. Im Sprintrennen war der Kampf um die Podestplätze hinter der Ducati von Bautista feinster Motorsport, zu der Yamaha von Razgatlioglu und der Kawasaki von Rea gesellte sich mit Michael Ruben Rinaldi die zweite Werksducati im Feld. Nach zahlreichen Ausbrems und Überhol-Manövern holte sich schließlich Rea knapp vor Razgatlioglu und Rinaldi den 2. Platz. Ähnlich verlief auch Rennen 2 am Sonntagnachmittag. Während Bautista früh einen erfolgreichen Ausreisversuch unternehmen konnte und sich wiederum vom Feld absetzte kämpften Rea, Razgatlioglu und Rinaldi um die Plätze um nach 25 Runden in der gleichen Reihenfolge wie auch im Superpole Race die Plätze hinter dem Sieger Alavaro Bautista einzunehmen.

 

Rennwochende 2 in Assen

 

Zwei Wochen nach dem Saisonstart in Spanien stand das 2. Rennwochenende der Superbiker in Assen auf dem Programm. Dabei setzten die drei Protagonisten Bautista, Rea und Razgatlioglu ihre Dominanz fort und dominierten Lauf 1 vor dem Rest des Feldes. Dabei war es in erster Linie Kawasaki-Pilot Rea der einen Grossteil der Führungsarbeit übernahm, immer dicht gefolgt vom türkischen Weltmeister und dessen Yamaha R1. Doch die Ducati von Bautista hielt mit dem Führungsduo immer Kontakt und in Runde 15 konnte sich der Spanier auf Rang 2 setzen. Meter um Meter verkürzte er den Rückstand zur führenden Kawasaki – im Ziel waren es nach 21 Runden nur noch 0,103 Sekunden die den Sieger Johnathan Rea von Bautista trennten. Die letzten 5 Runden konnte Razgatlioglu dem Führungsduo nicht mehr ganz folgen. Doch mit Rang drei sicherte er seinen Podestplatz mit 8 Sekunden Vorsprung vor dem Vierten – Teamkollege Andrea Locatelli. Philipp Oettl, der deutsche Superbiker in Diensten vom Team GoEleven konnte mit einem guten 7. Platz zum ersten mal in der Superbike-WM auf seiner Panigale V4R sehr positiv auf sich aufmerksam machen.

Rea gewinnt auch das Superpole Race

Die Frage wer im Superpole Race über neun Runden für Spannung und Action sorgen wird war schnell geklärt als sich die drei Alleinunterhalter Rea, Bautista und Razgatlioglu sofort nach dem Start an die Spitze des Feldes setzten und im Zehntel-Sekunden Abstand um den 4,542 KM langen TT Circuit jagten. Wie schon im Rennen 1 hatte der 6-malige Champion Rea letztendlich die Nase mit 0,267 Sekunden Vorsprung knapp vor Razgatlioglu und Bautista. Damit wartet Weltmeister Razgatlioglu weiter auf seinen ersten Saisonsieg. Doch auch im Rennen 2 sollte dieser Sieg nicht gelingen, ganz im Gegenteil, zum ersten mal in dieser Saison kam es zum großen Knall zwischen ihm und seinem ehemaligen Mentor, Jonathan Rea.

Rea und Razgatlioglu stürzen, Sieg für Bautista

Die Geschichte von Renne zwei ist schnell erzählt. Natürlich wetzten wieder Razgatlioglu, Rea und Bautista vom Start weg in Front, doch nachdem der Weltmeister 5 Runden lang die Spitze halten konnte kam es zwischen ihm und der Kawasaki von Rea zu einem Kontakt den beide Piloten mit einem Sturz bezahlen mussten. Damit war die Spannung aus dem Rennen wie aus einem geplatzten Luftballon denn Alvaro Bautista übernahm sofort Rang 1 und baute Runde um Runde seinen Vorsprung auf die Verfolger, Andrea Locatelli und Iker Lecuona aus. Im Ziel hatte der Spanier knapp 9 Sekunden Vorsprung von Locatelli, die Honda CBR1000 RR-R erblickte mit Lecuona endlich einmal das Podest auf Rang 3.                                                                              HaRe

 

Text: Hartmut Reuschel                                Bild : Ducati