Ab Mai 2026 finden Sie Text und Bilder aus der Superbike- WM unter dem Button Veröffentlichungen - Superbike !!!!!!!!!!!!!!!!
WSBK Round 4 - Balatonparkcircuit
Nicolo Bulega gewinnt in der WSBK nach Belieben Bild:moto-foto
Bulega und dann lange nichts !
Der Balaton Park Circuit, in Sichtweite des Plattensees in Ungarn gelegen, war nach der Premiere 2025 zum zweiten Mal Gastgeber der Superbike Weltmeisterschaft. Nach dem 3-fach Sieg von Toprak Razgatlioglu und seiner BMW im vergangenen Jahr machten sich im Vorfeld des Rennwochenendes viele aus der Superbikeszene auf den nächsten Dreifachsieger gefasst der nach Meinung aller nur Nicolo Bulega heißen konnte. Nach dem Wechsel von Toprak in die MotoGP ist Ducatipilot Bulega der große Dominator bei den Superbikes der sich 2026 bislang alle Siege und somit die Maximalpunktzahl von 186 Punkten abholte mit der er die Gesamtwertung schon nach 3 Rennwochenenden mit großem Vorsprung anführt. So war die Frage vor dem Balaton Wochenende nicht wer wohl gewinnen wird, sondern ob es einen Piloten gibt der den 26-jährigen Italiener aus dem Städtchen Montecchio Emilia wenigstens fordern kann um für etwas Spannung zu sorgen.
Freitagstraining: Iker Lecuona fordert den Ducati Teamkollegen heraus
Mit Iker Lecuona, so schien es zumindest in den Freitagstrainings, war der Pilot dann tatsächlich gefunden. In beiden Trainingssitzungen konnten die Nummer 2 im Ducati Werksteam den Nummer 1 Fahrer Bulega hinter sich lassen. Auch hinter den beiden Werkspiloten fanden sich bis auf Platz 7 nur Ducatis. In der Reihenfolge S. Lowes, Baldassarri, Surra, Montella und Bautista zeigten die V4 Panigale deutlich dass Ducati in der Superbike-WM derzeit das Maß der Dinge ist. Einen Lichtblick gab es dann im Qualifikationstraining für BMW. Während Nicolo Bulega vor Lorenzo Baldassarri und Yari Montella 3 Ducatis in die erste Startreihe stellten gelang BMW-Pilot Miguel Oliveira mit Startplatz 4 zumindest ein Achtungserfolg. Neben ihm qualifizierten sich Iker Lecuona/ Ducati und Andrea Locatelli/Yamaha für Reihe 2. Der zweite Mann im BMW Werksteam, Danilo Petrucci, schaffte Startposition 13.
Samstag, Rennen 1: Bulega stellt einen neuen Rekord auf
Rennen 1 verlief dann nach dem bekannten Muster. Nicolo Bulega übernahm von der Pole Position aus die Führung und verabschiedete sogleich sich von Feld der restlichen 20 Starter. Stand der Sieger somit schon früh fest sorgte einen Vierergruppe mit Montella, Surra, Oliveira und Lecuona für beste Unterhaltung. In bester Superbikemanier, also Kampf Rad an Rad und zahlreiche Übermanöver, kämpfte BMW-Pilot Oliveira gegen die 3 Ducatis und zeigte deutlich dass er immer besser mit der M1000RR zu Recht kommt. Während Teamkollege Danilo Petrucci wieder ausserhalb der Top Ten kämpfte und sich noch immer nicht mit dem bayrischen Reihenvierzylinder hat anfreunden können flitzte Oliveira nach 21 Runden als Dritter über die Ziellinie und hat sich mittlerweile bis auf Platz 4 in der WM-Gesamtwertung nach vorne gefahren. Mit dem Sieg hatte er Portugiese jedoch nichts zu tun. Der ging, wie könnte es anders sein, an das Ducati Werksteam in der altbekannten Reihenfolge Nicolo Bulega vor Iker Lecuona. Mit 14 Siegen in Folge hat Bulega nun einen neuen Rekord in der Superbike-WM aufgestellt und man darf sehr gespannt sein wer den WM-Führenden zum ersten mal auf der Strecke in diesem Jahr besiegen wird.
Sonntag Superpole Race und Rennen 2: Entwarnung nach schwerem Sturz von Oliveira
Das Ergebnis vom Superpole Race am Sonntag Vormittag hatte bereits nach wenigen Metern keine Bedeutung mehr. Die Superbike Gemeinde hielt den Atem an als Miguel Oliveira nach einem Unfall mit Sam Lowes und Andrea Locatelli zunächst regungslos auf der Strecke liegen blieb. Der sofortige Rennabbruch mit Neustart über eine verkürzte Renndistanz waren die Folge. Große Erleichterung kam dann auf als aus dem Medical Center die ersten Nachrichten über verletzten BMW-Piloten verbreitet wurden. Eine Schulterverletzung links sowie eine Gehirnerschütterung waren die Folgen das Unfalls die Oliveira nun zu einer Rennpause zwingen. Gewonnen hat das 8 Rundenrennen - schon wieder - Nicolo Bulega vor Teamkollege Iker Lecuona und Privatfahrer Lorenzo Baldassarri.
Rennen 2 fand am Sonntag Nachmittag dann ohne BMW statt. Oliveira auf Grund seiner Verletzungen und Petrucci, der in diesem Rennen eine Berührung mir einem Konkurrenten hatte und sich dabei am Oberschenkel verletzte. Ohne BMW kann man das Rennen 2 durchaus als Ducati Festspiele bezeichnen. 9 (!) V4 Panigale lagen phasenweise in den Top Ten, einzig Garrett Gerloff stellte sich mit seiner grünen Kawasaki dieser Übermacht und schlug sich dabei sehr achtbar. Nach 21 Runden und einem spannenden Kampf mit Alex Lowes/Bimota (6.) und Alberto Surra/Ducati (7.) holte der Texaner mit Platz 5 sein bislang bestes Saisonresultat. Auf dem obersten Podest strahlte wieder Nicolo Bulega als Sieger, flankiert vom Zweiten, Iker Lecuona und dem Dritten, Yari Montella. Mit einem guten 8. Platz schloss Tarren Mackenzie ein durchaus erfolgreiches Wochenende für das deutsch – britische Optical Express Racing Team ab.
Hartmut Reuschel
WSBK Round 3 - Assen
Ducati setzt seine Siegeserie fort
Link: https://www.speed-magazin.de/motorrad/news/ergebnis-superbike-wm-assen-dominator-ist-erneut-ducati_92134.html
WSBK Round 2 - Potimao
Bulega gewinnt, Oliveira dreimal auf dem Podium
Link: https://www.speed-magazin.de/motogp/news/motogp-usa-und-superbike-wm-portimao_91669.html
WSBK Round 1 - Phillip Island Bulega dominiert den Saisonauftakt
Nicolo Bulega gewinnt alle 3 Rennen beim Saisonauftakt in Australien! Bild: moto-foto
Der Ausblick auf die Superbike Weltmeisterschaft 2026 gestaltet sich in diesem Jahr recht schwierig, waren doch ein Großteil der Testfahrten von Regen und schlechten
Witterungsbedingungen beeinträchtigt. So war der Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Phillipp Island nicht nur das erste von 12 Rennwochenenden im Rahmen der Weltmeisterschaft, es war auch die
erste Standortbestimmung für die Teams die eine ernstzunehmende Aussagekraft hat. Für die 5 in der WM engagierten Hersteller hätte der Auftakt nicht unterschiedlicher ausfallen können.
Bimota:Das italienische Team aus Rimini geht auch in diesem Jahr mit der Fahrerpaarung Alex Lowes / Axel Bassani an den Start und war die große Überraschung in Australien. Nachdem es
Lowes war der 2025 einige gute Platzierungen für Bimota herauszufahren waren in Phillip Island beide Piloten stark unterwegs. Bassani überzeugte mit den Plätzen 4/2, nur wenig langsamer war Lowes in
Rennen 1 mit Platz 7.
BMW: Das Weltmeisterteam der vergangenen 2 Jahre musste sein Fahrer Line-up komplett neu aufstellen. Weltmeister Toprak Razgatlioglu geht 2026 in der MotoGP für Yamaha an den Start,
Michael van der Mark verstärkt in diesem Jahr das EWC-Langstreckenteam von BMW und ist Testfahrer für die Superbikes. Die neuen Piloten, Danilo Petrucci und Miguel Oliveira, taten sich in Australien
erwartungsgemäß schwer. Petrucci war in den letzten beiden Jahren auf Ducati unterwegs und muss sich mit der M1000RR erst anfreunden. Das gleiche gilt für Oliveira der Neueinsteiger ist und aus der
MotoGP zu den Superikes gewechselt ist. Doch mit den Plätzen 8/7 für Oliveira und 10/6 für Petrucci fuhren die BMW-Neulinge in beiden Rennen in die Top Ten was durchaus als Erfolg zu bewerten
ist.
Ducati: Der erfolgreichste Hersteller in der Superbike-WM ging als Favorit in Australien an den Start. Und Vizeweltmeister Nicolo Bulega hat dann auch
geliefert. In beiden Rennen wie auch im Superpole Race war der Ducati Werkspilot unangefochten der Schnellste und untermauerte mit 3 Siegen seine Ambitionen auf den WM-Titel in dieser Saison. Sein
neuer Teamkollege, Iker Lecuona, hat nach 4 Jahren Honda die üblichen Anpassungsschwierigkeiten auf sein neues Arbeitsgerät, zeigte aber mit den Plätzen 6/8 ebenfalls Top Ten Ränge und damit
Potential für mehr.
Honda: Der weltgrößte Motorradhersteller möchte in dieser Saison endlich an alte Erfolge anknüpfen und die seit Jahren sehr mäßigen Ergebnisse in der Superbike-WM in Erfolge
umwandeln. Mit Somkiat Chantra und Jake Dixon setzt Honda auf ein neues Fahrerduo die jedoch beide beim Saisonauftakt verletzungsbedingt fehlten! Die Ersatzfahrer, Ryan Vickers und Tetsuta
Nagashima, konnten am ersten Rennwochenende die gewünschten Erfolge jedoch nicht einfahren. Die Plätze 14 und 11 für Nagashima sowie Platz 15 in Rennen 1 für Vickers waren nicht die Ergebnisse die
von Honda erwartet wurden. So muss abgewartet werden bis die Stammpiloten wieder fit sind um das Honda Team richtig einordnen zu können.
Kawasaki: Auch in diesem Jahr bringen die Grünen nur eine Maschine an den Start die, wie im vergangenen Jahr auch, vom Amerikaner Geritt Gerloff gefahren wird. Die Plätze 11 in
Rennen 1 und 10 in Rennen 2 spiegeln den derzeitigen den Leistungsstand der Kombination Kawasaki / Gerloff gut wieder.
Yamaha: Der Hersteller mit der Stimmgabel im Logo hatte in Australien einen schwierígen Start. Nummer 1 Fahrer Andrea Locatelli brachte lediglich die Plätze 13 und 5 ins Ziel was
eindeutg hinter den Ansprüchen liegt die Yamaha an sich selbst stellt. Der neue Teamkollege von Locatelli, Xavi Vierge braucht als Yamaha Neuling noch Zeit um die YZF R1 komplett zu vestehen nachdem
der Spanier die letzten 4 Jahre für Honda gefahren ist.
Privatfahrer: Von den Piloten, die in privat finanzierten Teams an der WM teilnehmen, konnten beide Barni Spark Piloten am meisten überzeugen. Yari
Montella holte Platz 2 in Rennen 1, Exweltmeister Alvaro Bautista landete in Rennen 2 auf dem 3. Platz. Damit hat das Barni Spark Racing Team von allen Privatteams den besten Saisonstart hingelegt
was bei den Italienern natürlich Hoffnung auf mehr macht. Doch die Saison ist lang und bis zum Finale in Jerez im Oktober haben die 5 Werks und 6 Privatteams mit ihren insgesamt 21 Piloten in 36
Rennen - 24 Hauptrennen und 12 Superpole Races - Gelegenheit sich erfolgreich in Szene zu setzen.
Text: Hartmut Reuschel
Bilder: moto-foto