Fabio Quartararo holt Sieg Nummer 2 für Yamaha 2021

Spektakel unter Flutlicht

Mit den in Coronazeiten bewährten Doppelveranstaltungen begann die Saison 2021 der MotoGP. Mit dem 2. Rennen innerhalb einer Woche auf dem international Circuit Losail von der Toren Dohas wurde die Motorrad WM 2021 fortgesetzt. Die Voraussetzungen waren denen der Vorwoche gleich. Keine Zuschauer, keine Stimmung rund um die Strecke und kein Marc Marquez. Der Champion arbeite noch immer an seiner Rückkehr in den Grand Prix Zirkus während die Konkurrenz um WM-Punkte kämpft. Dabei lieferten die Piloten im Nachtrennen von Qatar eine super Vorstellung ab und machten Werbung in eigener Sache.

 

Rookie Jorge Martin schafft es auf die Pole Position

Die Trainingssitzungen und das Qualifying der 22 MotoGP–Piloten bestätigten den in er Vorwoche erkennbaren Trend der die MotoGP zu Saisonbeginn prägt. Alle vier Ducatifahrer sowie die Yamahapiloten des offiziellen Werksteams sind derzeit das Maß der Dinge. Knapp dahinter die Weltmeistertruppe von Suzuki die etwas mit fehlender Motorleistung zu kämpfen hat. Aprilia überrascht mit Aleix Espargaro weiterhin positiv während KTM weit weg von den guten Ergebnissen der vergangenen Saison ist. Im Tal der Tränen befindet sich nach wie vor der weltgrößte Motorradhersteller Honda. Den Verantwortlichen im Team fällt jetzt auf den Kopf daß sie jahrelang ausschließlich auf den Ausnahmekönner Marc Marquez gesetzt haben - kein anderer Fahrer bringt derzeit die RC213V zum Laufen. So war Platz 11 von Stefan Bradl in der Startaufstellung ein Lichtblick für Honda, mehr aber auch nicht. Ganz vorn in der von LED-Strahlern taghell ausgeleuchteten Startaufstellung stand MotoGP Neuling Jorge Martin in seinem erst 2. MotoGP Rennen ! Seine drei Ducati Markenkollegen Zarco, Miller und Bagnaia schafften es alle in die ersten beiden Startreihen, dazu noch das Yamahaduo Vinales und Quartararo. Historisch der Startplatz von Mr. MotoGP Valentino Rossi - der Publikumsliebling stand mit Platz 21 auf der schlechtesten Platzierung seiner 25-jährigen WM-Laufbahn !

 

Quartararo wiederholt für Yamaha Grand Prix Sieg

Das Rennen über 22 Runden war gezeichnet von einem eng zusammenliegenden Führungspulk aus bis zu 10 (!) Fahrern die im Zentimeterabstand um den Kurs zirkulierten.
Dabei konnte sich Polesetter Martin auf der Pramac Ducati mit 18 Führungsrunden auszeichnen während sich die Konkurrenten dahinter um die Plätze rauften. Vier Runden vor Schluss wurde das Tempo in der Spitzengruppe deutlich angezogen. Fabio Quartararo

setzte sich vehement an die Spitze, Martin, Zarco, Vinales und Rins folgten innerhalb einer halben Sekunde. Im Kurvengeschlängel vor der abschließenden langen Start und Zielgeraden konnte der Franzose so viel Vorsprung herausfahren daß sowohl Zarco (2.) als auch Martin (3.) mit ihrer Ducatipower nicht mehr vorbeiziehen konnten. Alex Rins holte für Suzuki Platz 4 während Weltmeister Joan Mir auf Rang 7 einlief. Aleix Espargaro erreichte mit Platz 10 wiederum eine Top Ten Platzierung während das Hondaduo P.Espargaro und Stefan Bradl mit den Plätzen 13 und 14 wieder einmal enttäuschte. Die Plätze 8 für Brad Binder 15 für Miguel Oliveira bringen KTM ein paar Punkte in der WM – Gesamtwertung, damit bleiben die Österreicher aber weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurück.

 

Text: Hartmut Reuschel Bild: moto-foto

 

Saisonstart ohne Marc Marquerz

Im Wüstenstaat Qatar startete die Motorradweltmeisterschaft in ihre neue Saison. Im ersten von zwei Rennwochenenden die auf dem International Circuit in der Nähe von Doha zu Saisonbeginn stattfinden konnten die schnellsten Piloten auf 2 Rädern zeigen wie in den Teams und an den Motorrädern über die Winterpause weiterentwickelt und gearbeitet wurde. Dabei wird ein Name nach wie vor vermißt - Marc Marquez. Der Dominator der vergangenen Jahre, der bereits die komplette Saison 2020 auf Grund seiner Sturzverletzungen von Jerez im letzten Sommer verpasste wurde für Qatar nicht rechtzeitig fit und wird weiterhin von Stefan Bradl vertreten. Wann der 8- Fache Motorradweltmeister wieder ins Renngeschehen eingreifen wird ist derzeit noch völlig offen. So waren es letzendlich 22 Piloten aus 8 verschiedenen Ländern und 6 verschiedene Hersteller ( Suzuki, Yamaha, Ducati, KTM, Honda, Aprilia) die im Nachtrennen von in Qatar unter Flutlicht um die ersten WM-Punkte der neuen Saison kämpften.

 

Qualifying bestätigt das Ergebnis der Testfahrten

Die Coronapandemie gibt auch im Motorradrennsport 2021 weiterhin zu einem großen Teil die Abwicklung der Renn und Testtage vor. Lediglich 5 offizielle Testtage hatten Teams und Pioten zur Verfügung um sich auf die neue Saison einzuschießen. Dabei wuden Stärken und Schwächen deutlich die sich im Qualifikationstrainig am Samstag Abend bestätigten. Die größten Probleme im Vergleich zum Vorjahr hat offensichtlich KTM. Die orange-roten Renner aus der Alpenrepublik belegten mit ihrem schnellsten Piloten, Miguel Oliveira nur Startplatz 15 während die restlichen 3 KTM-Plioten komplett in der vorletzten Startreihe Aufstellung nehmen mussten. Ganz vorne im Grid standen in den ersten beiden Startreihen jeweils 3 Ducatis ( Bagnaia,Miller, Zarco) und 3 Yamahas ( Quartararo,Vinales,Rossi). Während Aleix Espargaro mit der neuen Aprilia mit Startplatz 8 weiterhin für positive Schlagzeilen sorgt stand Weltmeister und Titelvereidiger Joan Mir nur in Reihe 4. Auch das stolze Repsol Honda Team leidet weiter ohne seinen Starfahrer Marquez. Die Plätze 12 und 17 für Pol Esapargaro und Stefan Bradl waren nicht das was sich der Multiweltmeister erhofft hatte.

 

Sieg von Vinales im Flutlicht von Doha
Maverick Vinales hat seine starke Performance von den Testfahrten eindrucksvoll bestätigt. Der Yamaha-Pilot überquerte mit seiner M1 nach einer starken Leistung die Ziellinie als erster und konnte damit die favorisierten Ducatis  hinter sich lassen. Doch der 26-jährige Spanier musste für diesen Sieg hart kämpfen. Vom Start weg schossen die 4 Ducatis von Bagnaia, Miller, Zarco und Martin an die Spitze und es brauchte 2 Runden bis das Yamaha-Duo Quartararo und Vinales in Schlagdistanz zu den Roten kam. Danach kämpften die Yamaha und Ducati-Fraktion Rad an Rad um die Positionen wobei Bagnaia und Zarco die Doppelspitze behaupten konnten während Martin und Miller Platz für Platz zurückfielen. Bei Halbzeit des Rennens führte Francesco Bagnaia vor Maverick Vinales, dahinter folgten Zarco und Miller, dann tauchten bereits die Suzukis von Weltmeister Mir und dessen Teamkollege Rins auf während Fabio Quartararo die Pace an der Spitze nicht mehr mitgehen konnte. Neun Runden vor Schluss setzte sich die Yamaha M1 von Vinales an die Spitze. Während dahinter der Kampf um die Plätze tobte erlebte das hocheingeschätzte Team von Petronas Yamaha ein Desaster – dessen Piloten Rossi und Morbidelli fielen bis auf die Plätze 12 und 17 zurück. Im Schlussspurt wurde es dann noch einmal eng – an der Spitze lagen 4 Piloten innerhalb einer Sekunde. Während Vinales nach 22 Runden mit 1,092 Sekunden Vorsprung seinen Sieg nach Hause fahren konnte fingen die beiden Ducatis von Zarco (2.) und Bagnaia (3.) auf der Zielgeraden Joan Mir ab und verwiesen die Suzuki auf Rang 4. Schnellster Hondapilot wurde Pol Espargaro auf Platz 8 unmittelbar hinter seinem Bruder Aleix der starker siebter mit der Aprilia RS-GP werden konnte. Marquez-Ersatz Stefan Bradl konnte einen soliden Platz 11 nach Hause fahren. Bereits am kommenden Wochenende geht es an gleicher Stelle mit Rennen 2 weiter.

 

Text: Hartmut Reuschel Bild: moto-foto